23.10.2017
Peters-Bodytalk Athletenvorbereitung und Informationen ums Bodybuilding
KontaktImpressumGästebuchAdministration
Home Meisterschaften Veranstaltungen Tipp der Woche News Biographie Athleten Foto Galerie Neue Athleten Rezepte Nahrungsergänzungen Freunde Menü

Logo Prosport

Tipps durchsuchen:
Tip Liste

Tipp Übersicht

1. Das richtige Fitnesstudio
2. Mahlzeiten Timing
3. Verlockungen
4. Muffins
5. L-Carnitin
6. Omega Fette
7. Cherry Smoothie
8. Konzentration
9. Gesunder Hut
10. Kabelzug richtig genutzt
11. Cardio
12. Fett oder nicht Fette
13. Muskeln im Verbund
14. Nussig gesund
15. Beinbizeps Curl
16. Omlette Hawaii
17. Beinbizeps stehend Curlen
18. Fisch oder nicht Fisch
19. Zweifelhafte Kraftlieferanten
20. Krampf,Verspannung und andere Muskelschmerzen
21. Die MCT-Lösung
22. Bekennen sie sich zu ihrer Dunkelen Seite
23. Ernährungswissenschaft im Wandel
24. Kann Kokosöl Alzheimer mildern?
26. Das Oel Manifest
27. Quinoa- Das Gold der Inka
28. Shirataki-Nudeln

Peters Tipp der Woche


Tipp Nr:  36

                                   Mein Tipp

                Zweifelhafte Kraftlieferanten

Sportlernahrung  Der Markt für Muskelaufbauprodukte ist riesig,

der Nutzen solcher Mittel aber meisten gering.

Bei Sportlernahrung gitb es ein enormes Angebot. Nicht nur im Internet boomen. Versandhändler, die ergeizige Freizeitsportler mit Eiweißshakes, Powerriegeln oder Aminosäureampullen versorgen. Auch Fitnessstudios bieten ihren Mitgliedern entsprechende Driks und Präparate an. In Großstädten eröffnen sogar Geschäfte, die sich auf solche Produkte spezialisieren. Die Mittel enthalten Proteine und Aminosäuren sowie Substanzen, die sich Kreatin, Carnitin oder Guarana nennen. Sie sollen den Sportler leistungsfähiger machen, die Musklen kräftiger und die Fettverbrennung wirksamer. Doch was ist dran?

Überflüssiges Doseneiweiß

Experten wie Professor Karl Josef Groneuer, Ernährungswissenschaftler an der Fachhochschule Münster, sind Skeptisch: " Der Körper wandelt ungenutzte Proteine und Aminosäuren in Energie um, und so gesehen ist das eine teure Energieversorgung." Besonders beliebt sind Proteinpräparate, die oft in großen, buten Dosen und verschiedenen Geschmacksrichtungen auf ihre Käufer warten. Sie sollen den Muskelzuwachs fördern. Doch selbst in Trainingsphasen, in denen Muskelmasse aufgebaut wird, sei der Eiweißbedarf nur geringfügig erhöht, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. "Ein Leistungssportler wird aber auch deutlich mehr essen und dadurch mehr als ausreichend Eiweiß mit der Nahrung zu sich nehmen", sagt Karl Josef Groneuer. Zusätzliche Proteine seien dann sinnlos. Im Gegenteil: Die Abfallprodukte überflüssiger Proteine belasten die Nieren stärker. Um das auszugleichen, muss man sehr viel trinken, was viele Sportler nicht immer. tun.

 

Auch Aminosäure-Präparate, häufig etikettiert mit der wissenschaftlich klingenden Bezeichnung "BCCA" (für branch chained amino acids, englisch für verzweigtkettige Aminosären). sind bei Sportlern beliebt, die Ihre Leistungsfähigkeit steigern wollen."Solche Aminosäuren sind aber in einer ganz normalen Mischkost in ausreichender Menge vorhanden", betont Groneuer. Diese Mittel könnten vielleicht bei Profisportlern auf allerhöchster Leistungsstufe einen minimalen Votteil biten, allerdings gebe es dazu keine belastbaren Studien.

 

Auch von Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Wirkstoff Kreatin profitieren vermutlich nur extreme Leistungssportler."Wenn der Körper anfangs für kurze Zeit sehr viel Energie bereitstellen muß, wie bei einem 100-Meter-Lauf oder beim Kugelstoßen, dann kann Kreatin behilflich sein", so der Ernährungswissenschaftler. Einem Ausdauer-oder Freizeitsportler bringe es aber gar nichts.

 

Nur eine Placebo-Wirkung

 

Das bestätigt auch Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: Kreatinpräparate und auch andere vermeintlich leistungssteigernde Nahrungsergänzungsmittel haben abgesehen von einer Placebo-Wirkung keine ernährungsphysiologische Bedeutung." Sortler, die zusätzlich Kreatin zu sich nehmen, sollen aber zumindest darauf achten, das sie viel trinken, um die Nieren möglichst wenig mit Abfallstoffen zu belasten.

Gefährlich kann der Konsum spezieller Sportlernahrung dann sein, wenn sie zum Beispiel aus dem Ausland oder über das Internet bezogen wird. Zweifelhafte Hersteller vermischen ihre Präparate mit verbotenen Substanzen, um dem Verbraucher kurzfristig eine spürbare Wirkung vorzugaukeln. Solche Stoffe können aber gefährliche Nebenwirkungen haben.

 

Über den richtigen Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln berät der Apotheker. Er kann gegebenenfalls sinnvolle Präparate empfehlen und Hinweise zur idealen Ernährung für Sportler geben, denn eine ausgewogene Mischkost ist für aktive besonders wichtig. "Wer Sport treibt, darf und sollte auch entsprechend mehr Kalorien zu sich nehmen", meint Groneuer. Das stelle eine optimale Hährstoffversorgung sicher.

Flüssigkeitsersatz für Sportler

Spezielle Sportgetränke mit Maltodextrin-Zusatz eignen sich für Leistungsportler, die wegen der langen Trainingsdauer mit der Flüssigkeit auch Kohlenhydrate aufnehmen müssen. Für Freizeitsportler reichen Mineralwasser und Saftschorle völlig aus, meint Ernährungsexprte Groneuer. Reine Fruchtsäfte sind dagegen zu stark konzentriert:" Sie entziehen dem Körper Flüssigkeit. Man sollte sie daher mindestens 1:1 mit Wasser mischen."

 

Aus der Apotheken Umschau